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Inklusive Leidenschaft. Lesben, Schwule ... - Berlin.de

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25 Menschen mit

25 Menschen mit Behinderungen ihre Sexualität häufig abgesprochen wird, weil sie nicht ins Bild passt.“ 12 Dieses Schönheitsideal gibt es bekanntlich auch in unseren Lesbenkreisen, hier gilt insbesondere bei jungen Lesben: cool aussehen scheint besonders wichtig zu sein. Dies konnte ich kürzlich im Lido beobachten. Angeblich nicht aufgedonnert, kommt es aber doch sehr auf das Aussehen und auch das Gesehen werden an. Zumeist in Schwarz (was mir entgegen kommt, weil ich es auch oft trage, aber nicht, um cool auszusehen, sondern weil schwarz schlank macht…grins), mit Bierpulle in der Hand und Fluppe im Mund stehen sie offenkundig gelangweilt am Tresen und beobachten genau das Geschehen. Sorry, da komm’ ich nicht mit, ich verbiege mich nicht, um cool auszusehen. Ich bin cool! Lebenssituationen von Lesben mit Behinderung Mit Körperbehinderung cool auszusehen ist demnach wohl für viele nichtbehinderte Lesben ein Widerspruch in sich. Lesben mit Behinderung können in ihren Augen maximal nur Kumpel sein, Partnerin? Nein. Um das scheinbar Unmögliche möglich werden zu lassen, müssten Lesben mit Behinderung auf Lesben treffen, die schon zuvor Kontakt mit dem Thema Behinderung gehabt haben, also keine Unsicherheit mehr haben und sie als vollständigen, vollwertigen Menschen akzeptieren. Aber auch dann können sich nur wenige Nichtbehinderte eine sexuelle Partnerschaft vorstellen. Also ist es ein Sechser im Lotto eine Partnerin zu finden? Von der Wahrscheinlichkeitsrechnung her, denke ich: ja. Wechselnde Partnerinnen? One Night Stands? Noch unwahrscheinlicher. ’Ne „schnelle Nummer“ im Stehen – im Klo – mit Rolli oder Krückstock? Schnell vorher den Urinbeutel checken, dann geht’s los? Niemals! Lesben mit Behinderung, mit schweren Behinderungen, benötigen meist viel Vertrauen in die Partnerin, um sicher zu gehen, dass bei all den möglichen Widrigkeiten, die Liebste nicht doch einen Rückzieher macht. Das würde die Seele der Lesben mit Behinderungen sehr verletzen. Ich befragte kürzlich meine Tanzpartnerinnen des Tangokurses, ob ihnen in der Szene, wenn sie ausgehen, Lesben mit Behinderung begegnen. Sie verneinten das mehrheitlich, ich sei die Einzige, die sie kennen. Bin ich die einzige Lesbe mit Behinderung in Berlin? O Göttin, das wäre furchtbar! Gut, dass ich es besser 12 Ulbricht, Katja: Minderheit in einer Minderheit?!, a.a.O., S. 52.

26 Lebenssituationen von Lesben mit Behinderung weiß. Es gibt sie: nette, sympathische, starke Lesben mit unterschiedlichen Behinderungen. Viele davon treffe ich im Netzwerk behinderter Frauen, einem Ort, an dem das Lesbischsein anerkannt wird. Hier können sich Lesben mit Behinderung wohl fühlen und dennoch – es ist ein Ort für behinderte Frauen, kein Lesbenort. Für die Belange von Lesben mit Behinderung gibt es auch noch das bundesweite „Weibernetz e.V. – Bundesnetzwerk von FrauenLesben und Mädchen mit Beeinträchtigungen“ mit Sitz in Kassel. Der Unterschied zum Krüppel-Lesben- Netzwerk von früher besteht darin, dass die lesbische Orientierung zwar auch Thema ist, aber sie steht nicht direkt im Vordergrund. Das „Weibernetz“ setzt sich für die Belange von Frauen, Lesben und Mädchen mit Behinderung ein und führt seit 2003 das Projekt „Politische Interessenvertretung behinderter Frauen“ durch, gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Fragen, die sich mir stellen, sind nun folgende: Wie können Lesben mit Behinderung offen in der Lesbenszene aufgenommen werden? Wie kommen behinderte Lesben an Informationen zur Aufklärung, über Informationsveranstaltungen und Kulturevents heran? Was können die Frauen- / Lesbenprojekte tun, damit Lesben mit Behinderung an ihren Veranstaltungen, Gruppen und Angeboten teilhaben können? Oder sind die Fragen die: Wollen Lesben mit Behinderung überhaupt in diese Community? Fühlen sie sich wohler unter behinderten Frauen / Lesben? Zwangsintegration, damit sich die Nichtbehinderten besser fühlen? Weiterführende Links: www.lesbenberatung-berlin.de/vernetzungsgruppe.html www.weibernetz.de/lesben.html Sigrid Kwella Diplom-Sozialpädagogin, Mitarbeiterin der Lesbenberatung 1998 – 2004, Mitgründerin des Netzwerks behinderter Frauen sigridkwella@web.de | www.sigridkwella.de

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