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Schriftenreihe des Instituts für Transportwirtschaft und Logistik Nr. 7

Schriftenreihe des Instituts für Transportwirtschaft und Logistik Nr. 7

dieser zuerst

dieser zuerst fälschlicherweise für unerschöpflich gehaltene „freien“ Güter erkannt. Im Versuch, das Problem der Knappheit zu lösen, liegt seit damals der Schwerpunkt der Umweltökonomie. 25 Gemäß Wicke wird Umweltökonomie als „die Wirtschaftswissenschaft, die in ihren Theorien, Analysen und Kostenrechnungen ökologische Parameter miteinbezieht“ 26 beschrieben. Aus dieser Definition kann der enge Zusammenhang zwischen Ökologie und Ökonomie festgestellt werden. Die Berücksichtigung der ökologischen Parameter wird jedoch häufig als Unterordnung interpretiert, was Wiesmeth veranlasst, diese Definition zu präzisieren: „Umweltökonomik könnte auch bedeuten, dass der Zustand der Umwelt das Wohlergehen der Menschen in vielerlei Hinsicht berührt, dass ein angemessener Zustand der Umwelt Nutzen stiftet, genauso wie viele andere ganz gewöhnliche Konsumgüter“ 27 . Wiesmeths Interpretation der Umweltökonomie entfernt sich von der Unterordnung der Ökologie und sieht aufgrund steigenden Umweltbewusstseins die Ökologie als substantiellen Teil des ökonomischen Systems. 28 In der Literatur dominiert die Unterteilung der Umweltökonomie in eine betriebswirtschaftliche und in eine volkswirtschaftliche Sichtweise. Deshalb wird auch in dieser Arbeit diese Unterteilung gewählt und beschrieben. Wie in der Wirtschaftswissenschaft üblich, legt auch hier der betriebswirtschaftliche Teil das Hauptaugenmerk auf die innerbetrieblichen Prozesse, während sich die Volkswirtschaftslehre mit übergeordneten Phänomenen beschäftigt. Vom betrieblichen Fokus aus werden die Beziehungen der Unternehmungen zu seiner natürlichen Umwelt und vice versa behandelt. Ziel ist es dabei, den betriebswirtschaftlichen und zugleich den umweltbezogenen Anforderungen gerecht zu werden und diese gemeinsam zu optimieren. 29 Wöhe kritisiert diesen Ansatz, da ihm zufolge die betriebswirtschaftliche Umweltökonomie nicht eindeutig der Betriebswirtschaftslehre zugeordnet werden kann. Vielmehr scheint sie lediglich den Prozess der Produktion unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes zu betrachten, da die erreichte Erkenntnisgewinnung für die Betriebswirtschaftslehre durch die 25 vgl. Wiesmeth, Hans (2003), S. 1ff 26 Wicke, Lutz (1993), S. 9 27 Wiesmeth, Hans (2003), S. 41 28 vgl. Wiesmeth, Hans (2003), S. 43f 29 vgl. Wicke, Lutz (1993), S. 9 14

Hervorhebung des Umweltaspektes bis dato als zu gering erscheint. 30 Einhergehend mit der Kritik von Wöhe zeigt die relativ geringe Existenz (im Vergleich zur volkswirtschaftlichen Umweltökonomie) von wissenschaftlichen Arbeiten die geringe Bedeutung dieser Disziplin. Trotz dieser herrschenden Lücke kann in Zukunft mit einem Bedeutungszuwachs gerechnet werden, der sich durch zunehmendes Umweltbewusstsein und steigende umweltpolitische Anforderungen an die Betriebe durch Markt, Politik und Verwaltung identifizieren lässt. 31 Als den „klassischen Zweig“ 32 bezeichnet Wicke den volkswirtschaftlichen Teil der Umweltökonomie. Aufgabe dieser Teildisziplin ist es, den gesellschaftlichen Wohlstand unter Berücksichtigung der Komponente Umweltqualität zu maximieren. 33 Zur Veranschaulichung dieses Problems soll die soziale Wohlfahrtsfunktion dienen. Abbildung 4 zeigt die Zusammenhänge zwischen Umweltqualität, gesamtwirtschaftlichem Gleichgewicht und Wohlstand auf. Nutzenmöglichkeitengrenze UF Abbildung 4: Wohlfahrtsmaximierung durch die Einbeziehung des Faktors 30 vgl. Wöhe, Günter (2000), S. 90 31 vgl. Wicke, Lutz (1993), S. 11 32 Wicke, Lutz (1993), S. 12 33 vgl. Wicke, Lutz (1993), S. 9ff Umweltqualität "Umweltqualität" 34 34 vgl. Wicke, Lutz (1993), S. 15/Varian, Hal (2000), S. 547 Pareto-Optimum = Wolfahrtsmaximum Nutzenmöglichkeitenmenge UPS W2 W1 W0 gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht (z.B Vollbeschäftigung, Preisniveaustabilität oder Wirtschaftswachstum) 15

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