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58 1. Basisdiät

58 1. Basisdiät (fettmodifiziert) nach Pankreasresektion ohne Diabetes 1.1 Allgemeine Richtlinien Die Basisdiät ist eine leicht abgewandelte Vollkost. Sie muss ausgewogen und vollwertig sein, d. h. sie muss alle essentiellen (lebensnotwendigen) Nahrungsbestandteile in ausreichender Menge enthalten. Die Energiezufuhr (Kalorien/Joule) soll dem Energiebedarf angepasst sein. Die Kost dient zur Entlastung einzelner Verdauungsorgane und des gesamten Stoffwechsels. Die Regel: „Erlaubt ist, was vertragen wird und ärztlich zu begründen ist“ kommt hier zur Anwendung. Einige wichtige Grundsätze müssen beachtet werden. 1.1.1 Die Kost soll leicht verdaulich und gut bekömmlich sein • Lebensmittel, die individuell Unverträglichkeiten hervorrufen sowie stark blähende Gemüse sind zu meiden. • Fettreiche und fettdurchzogene Lebensmittel sind nicht zu empfehlen. 1.1.2 Die Kost soll reizarm sein • Sehr saure und sehr süße Speisen darf die Kost nicht enthalten. • Die Speisen sollen mild gesalzen und mäßig gewürzt sein. • Speisen und Getränke dürfen nicht zu heiß und nicht zu kalt gereicht werden. • Alkohol und Nikotin sind zu meiden. • Kohlensäurehaltige Getränke und stark gerösteter Bohnenkaffee werden schlecht vertragen.

1.1.3 Die Kost soll in mehreren (5-7) kleinen Mahlzeiten eingenommen werden • Die Speisen sollen vitamin- und mineralstoffreich sowie schmackhaft und appetitanregend sein. • Die Menüzusammenstellung soll abwechslungsreich und dem Wohlbefinden des Patienten angepasst sein. • Zur Herstellung der Speisen sollen fettarme Garungsarten verwendet werden (siehe 6.1). 1.1.4 Die Kost soll fettarm, evtl. fettmodifiziert sein • Generell ist eine Einschränkung des Verzehrs von Nahrungsmitteln mit hohem Gehalt an „versteckten Fetten“ wichtig (Fettaustauschtabelle siehe 7.2). • Eine genaue Beachtung der küchentechnischen Hinweise über die Verwendung der Fette ist erforderlich (siehe 6.1-6.2). • Abweichend von den Richtlinien der Basisdiät und der Diabetesdiät kann bei Patienten nach einer Pankreasoperation teilweise eine Umstellung der Nahrungsfette nötig werden. Hier bieten sich MCT-Diät-Margarine und -Diät- Speiseöle an. Diese Produkte sind „maßgeschneiderte“ Nahrungsfette, deren Triglyzeride fast ausschließlich mittelkettige Fettsäuren enthalten. Sie werden schneller und vollständiger als andere Fette resorbiert, auch wenn Gallensaft und Lipase zur Spaltung der Fette nicht ausreichend zur Verfügung stehen. Voraussetzungen für den Erfolg dieser diätetischen Maßnahmen sind: Ein allmählicher, weitgehender Austausch herkömmlicher Nahrungsfette durch MCT-Diät-Margarine und -Diät-Speiseöl. Der Einsatz dieser Fette sollte langsam und schrittweise erfolgen. Beginnend mit 20 g/Tag, auf alle Mahlzeiten verteilt. Bei Verträglichkeit Steigerung um täglich 5-10 g. Die MCT-Enddosis kann je nach Toleranz und Bedarf bei 50-80 g/Tag liegen. Da bei manchen Patienten z. B. mit einer Teilresektion oft nur ein Teil der Fettmenge auf MCT-Fette umgestellt werden muss, könnten diese Patienten außerdem als Streichfett Butter oder hochwertige Pflanzenmargarine und als Zubereitungsfett MCT-Diät-Margarine oder -Öl verwenden. Dazu weitere Ausführungen unter Punkt 4.1-4.3 beachten. Diätetik 59

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