Aufrufe
vor 6 Monaten

Der Burgbote 1988 (Jahrgang 68)

20 um” ‚.5 / __ -

20 um” ‚.5 / __ - „ ‚i .Wußten Sie schon... l .. wir haben ca. 600 verschiedene Leisten für Sie vorrätig. Sie können bei uns Plattenzusohnitte aus 80 Sorten haben. Wir schneiden Arbeitsplatten und Gardinensohienen nach ihren Maßen. HOLZ KIAE Giesdorfer Allee 21 - 5000 Köln 50 ' lmmendorf Telefon 0 22 36/ 6 48 45 Autobahnabfahrt Köln-Rodenkirchen „ -’J ‘ ‚2M 31i #y’oaflc/tu/c mit 1a“ Jux/«u. aus: Part/11‘: Link/7W ‚l / - 5000 KOLNl - OPPENHEIMSTRASSE 11 'TELEFON O2 21/774 70 DORTMUND ' DÜSSELDORF - FRANKFURT ' FREIBURG - HANNOVER ' KOLN - MANNHEIM ' MÜNCHEN ' STUTTGART - HAMBURG

Uns Zillchen Euriechen säuft, wenn Orphie „op Jück“ ist Grundlage ist Jacques Offenbachs Operette Von Renate Bach Der alte Sänger Orpheus ist ein strapazierter Mann. Die Zahl der Exter und ’lbndichter, die ihm huldigten, von der Antike bis zur Wendezeit, ist Legion. Nicht nur die Tiere und Bäume, ja selbst die Steine sollen gekommen sein, ihn zu hören. ln der Oper nun stellt sich Orphie, auch diesen zärtlichen Namen wird der große mythologische Musensohn noch verkraften, dem Ansturm eines auf den Karneval gekommenen Publikums. Der Prinz ist proklamiert, da treibt es in der Oper sein Kollege, Jacques Offenbachs Prinz von Arkadien als Prinz von Colonia, den der Pleitegeier in die Unterwelt katapultierte. An Jacques Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ also reibt sich fröhlich das jüngste „Drüwer un Drunger“-Divertis— sementchen der Cäcilia Wolkenburg. Was aber ist oben, was unten in Köln? Verhöhnung des Edelsten Offenbach. der spritzigfreche, köstlich frivole Dissident, servierte 1858 den Parisern einen ehebrecherischen Orpheus, der ganz froh war, als er seine ähnlich veranlagte Gattin Eurydike an die bacchantische Götterwelt verlor. Da war es nun Schluß mit der mythologischen ’ltagik des Verlusts. Das geschah zu einer Zeit, in der selbst Heinrich Heine den Cancan als Verhöhnung des Edelsten empfand. Nun haben wir hier und heute ein mildes, mitteleuropäisch gemäßigtes Klima, also rückten die Cäcilianer, besser: „et Zillche“ sich ihren Offenbach wieder kommod zurecht, stellten ihn vom frivolen Kopf wieder auf solide kurkölnische Füße. Und so wurde, Gerti Runkel und Josef Meinertzhagen haben es zu verantworten, ein recht geistreiches Spektakulum geschaffen. Euriechen/ Eurydike schaut ziemlich häufig und ziemlich tief ins Glas, denn Orphie ist meist „op Jück“, will sagen: unterwegs. Gurkenhändler Pluto nutzt die Gunst der besäuselten Stunde und holt sich Euriechen in die Unterwelt — mit Anstand und Würde geht es in die Altstadt. Auch Jupiter ist wild auf Euriechens Erdbeermund, das wiederum verdrießt Gattin Juno, alias Mutter Colonia. Moral und Liebe siegen. Freundlich und sanft Spaß an der Fl'eud’, daß köl— nische Motto, man wird es nicht verwässern. Und so bleiben kritische Ausflüge in die nicht sehr olympischen Gefilde des Parteiengezänks, der Prinzendramen und Rathausdebakel freundlich-sanfte Marginalie. Mit angemessenem, gutem Schwung kam die Musik von Christoph Klöver über die Rampe, die Soli der „Götter“ entzückten. Geplündert wurde bei Oper, Operette, Musical, Film und kölschen Evergreens. Zum Klingelpützjubiläum erklingt passend Verdis „Chor der Gefangenen“, Orphie wünscht mit „Don Giovanni“, daß man ihm die Hand reiche. Mars erscheint zu Fanfarenklängen aus dem „Fidelio“. Mit Glück und mit Gluck sucht 21 Orphie, wie man weiß, Euriechen („Ach, ich habe sie verloren“), bis er sie, Mozart sei Dank, wiederfindet. Die Entführung aus dem Gurkenhändler— Serail fand ihr Ende. Dieses unterstrichen auf ganz besondere Art und Weise die Herren Ballettratten mit ihrer barocken Schönheit in Tüll und 'lrikot. Es ist besser, eine Komödie zu spielen als eine 'li'agödie zu erleben, sagte Jacques Offenbach. Das Publikum amüsierte sich „wie Bolle“, sagt man in Berlin.“ Verlagsbeilage Kölnische Rundschau, 23.1.1988 Beliebt beijung und alt: Et Zillche Der erste Beifallssturm bricht aus, wenn der Vorhang aufgeht. Denn gleich zum Auftakt des diesjährigen Divertissementchens „Drüwer un Drunger“ präsentiert sich die „Cäcilia Wolkenburg“, die Bühnengemeinschaft im Kölner Männer-Gesang-Verein (KMGV), in ihrer ganzen Pracht. Vor farbenprächtiger Kulisse — ein neues Meisterstück von Bühnenbildner Didi Rose — geben sich hundert der insgesamt 130 Mitwirkenden ein erstes klangvolles Stelldichein. Das „urkölsche Spillche vom Zillche“ im KölnerOpernhaus ist auch in dieser Session wieder ein überwältigender Erfolg und kommt beim Publikum ausgezeichnet an. Die begehrten Karten waren — wie alljährlich — bereits lange vor Beginn der Vorstellungen ausverkauft. 35000 Zuschauer werden die insgesamt 26 Aufführungen besuchen. „Das sind mehr als im Vorjahr“, betont KMGV—Präsident

Der Burgbote 1990 (Jahrgang 70)
Der Burgbote 1974 (Jahrgang 54)
Der Burgbote 2003 (Jahrgang 83)
Der Burgbote 2017 (Jahrgang 97)
Der Burgbote 1991 (Jahrgang 71)
Der Burgbote 1976 (Jahrgang 56)
Der Burgbote 2011 (Jahrgang 91)
Der Burgbote 1986 (Jahrgang 66)
Der Burgbote 2008 (Jahrgang 88)
Der Burgbote 2009 (Jahrgang 89)
Der Burgbote 1977 (Jahrgang 57)
Der Burgbote 2000 (Jahrgang 80)
Der Burgbote 2010 (Jahrgang 90)
Der Burgbote 2012 (Jahrgang 92)
Der Burgbote 2013 (Jahrgang 93)
Der Burgbote 2007 (Jahrgang 87)
Der Burgbote 2016 (Jahrgang 96)
Der Burgbote 2014 (Jahrgang 94)
Der Burgbote 1983 (Jahrgang 63)
Der Burgbote 1984 (Jahrgang 64)
Der Burgbote 1980 (Jahrgang 60)
Der Burgbote 1978 (Jahrgang 58)
Der Burgbote 1975 (Jahrgang 55)
Der Burgbote 1989 (Jahrgang 69)
Der Burgbote 1987 (Jahrgang 67)
Der Burgbote 1970 (Jahrgang 50)
Der Burgbote 1985 (Jahrgang 65)
Der Burgbote 1981 (Jahrgang 61)
Der Burgbote 1982 (Jahrgang 62)
Der Burgbote 2006 (Jahrgang 86)