Tomy und der Planet der Lüge - naturwesen11

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105war der Ausdruck von Tomy. Nicht verbittert, nicht heiter,nicht gelassen, nicht wütend, nicht böse – einfachunbeschreiblich.»Der Planet ist wunderbar«, er betonte das »ist«, »IhrMenschen seid grauenhaft.«Was sollte ich darauf antworten? Bedächtig drückteich die Türe auf, begutachtete mein Auto. Ein Schrotthaufen.Marc und Tomy brachten ihre Türen nicht auf,durch die Reibung mit der Felswand waren sie wie verschweißt.»Ist irgendeiner verletzt?«, erkundigte ich mich. Dieanderen reckten ihre Gelenke. Keine Brüche, aber Schürfwundenund Beulen an Armen, Beinen und Stirne, und –wie wir erst später feststellten – Muskelverzerrungen überall,wo Menschen nur Muskeln wachsen.Uns mußten mächtige Schutzengel begleitet haben.Nach dieser Schreckensfahrt fast unbegreiflich stand derRover auf seinen vier Rädern. Die Hecktüre ließ sichnicht öffnen. Marc und Tomy begannen, das Gepäck durchmeine Vordertüre hinauszureichen. Eine Weiterfahrt warunmöglich. Ich kroch unter den Wagen. Von meiner langezurückliegenden Panzerrekrutenschule in der glorreichenSchweizer Armee verstand ich etwas von der Funktionvon Bremsen. Ein Rest von Bremsflüssigkeit tropfte vonallen vier Gummischläuchen direkt bei der Radaufhängung.Ich wußte, daß vom Bremspedal eine Stange zumHauptbremszylinder gedrückt wurde, von dort aus liefenvier Leitungen zu den vier Rädern. Resolut riß ich einender dünnen Schläuche aus dem von Dreck verklebtenSchacht. Die Knipsstelle einer Zange war leicht auszumachen.Die Handbremse funktionierte anders, nämlich ohneBremsflüssigkeit. Hier führten zwei dünne Stahldrähtedirekt auf die Räder der Hinterachse. Auch sie zeigten

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