Tomy und der Planet der Lüge - naturwesen11

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192Ich erkundigte mich bei Tomy, ob er inzwischenChantal übernommen habe und wisse, wer Ercan umbrachte.Chantal komme am Sonntag, meinte Tomy lakonisch,und über Ercan wisse er nichts neues. Wir Menschen,so Tomy, mögen zwar auf unsere Weise interessantsein, doch insgesamt unehrlich.»Ein Planet der Lüge, der mir jede Freude an diesenWesen stiehlt.«»Betrifft das mich auch?«»Du weißt selbst, wo Du lügst«, lachte er mich aus.»Doch auch Deine Lügen sind unnötig. Versuch's mal!«Am Sonntagabend rannte ich mit den Hunden im Parkherum, als Neptun unerwartet anschlug und wie ein BlitzRichtung Verandatüre spurtete. Die Türe war zu, undausgerechnet diese Türe mit der schweren Eisenklinkekonnte Neptun von außen nicht öffnen. Ich glaubte, Tomysei in der Küche und helfe Elisabeth beim Kochen. Dannhörte ich etwas, das ein Schuß sein mochte, aber nichtmußte, gleich darauf eine Befehlsstimme, die ich nichtverstand, und das Zuknallen einer Autotüre mitsamt demQuietschen von Reifen.Tomy! – schlagartig durchzuckte mich ein fürchterlicherGedanke. Gelähmt wie in jenen Träumen, im denenman verfolgt wird und nicht wegrennen kann, blieb ichstehen. Tomy!, schrie es in mir, meine Knie ließen michim Stich, und ich sackte in den feuchten Rasen. Das nächstewar eine Welle von Wohlwollen, Beruhigung und Herzlichkeit.Tomy war in mir.»Sie hat es getan.«»Wer ?«»Chantal.«»W-a-s hat sie getan?«

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