Tomy und der Planet der Lüge - naturwesen11

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198etwas, das ihm Kummer macht.« Otto verließ kurz dieRunde, kam mit Whisky, Gläsern und vier Kerzen zurück.Wir stellten die brennenden Kerzen zwischen dieTannenäste, stießen auf Tomy an und gossen den Rest derFlasche auf sein Grab. Irgendwann meinte Elisabeth, Tomysei ein einzigartiger Typ gewesen, sie habe ihn sehr gerngehabt. Dann schaute sie mich an und umarmte mich. Marctrat dazu und umarmte uns beide. Wir kämpften gegendie Tränen. Als es leicht zu regnen begann, fragte Otto:»Wer verträgt noch einen Whisky ?«Wir trotteten ins Haus zurück, niedergeschlagen unddoch nicht traurig, Otto öffnete eine neue Flasche, Elisabethrichtete in der Küche das Abendessen, und Marc,mit dem Whiskytumbler in der Hand, trat vor die Türe.»Da sind Blutspuren.«Ich angelte einen Eimer aus dem Putzschrank, füllteihn mit Wasser und schwemmte die wenigen Blutstropfenvom Pflaster. Der Nieselregen besorgte den Rest. Wirriefen nach Edith, damit sie den Tisch decke, und merkten,daß sie das Haus verlassen haben mußte. Elisabethmeinte, sie sei wohl zu ihrer Freundin gegangen.Es wurde eine lange Nacht mit vielen Gesprächen undErinnerungen an Tomy. Frühmorgens gegen sieben – umdiese Jahreszeit war es draußen noch dunkel – klingeltees. Elisabeth öffnete im Morgenmantel und führte dreiPolizisten ins Wohnzimmer. Dann weckte sie uns.»Wir erhielten eine Meldung«, eröffnete der ältestePolizeibeamte, der zudem keine Uniform trug, das Gespräch.»Hier soll ein junger Mann ermordet worden sein.«Ich heuchelte Unschuld, die anderen schwiegen.»Wie kommen Sie auf eine derart absurde Idee ?«»Ihr Hausmädchen, Fräulein Edith, war bei uns. IhreAussage ist eindeutig. Gestatten Sie, daß wir uns umsehen?«

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