Tomy und der Planet der Lüge - naturwesen11

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157sen Dienste ich in früheren Jahren in Anspruch genommenhatte.»Die nächste Fahrt im Orient Express?«, lächelte dierundliche Dame mit ihrem speckigen Gesicht. »Der Zugist heute morgen hereingekommen und fährt um 17.04 Uhrweiter Richtung Thessaloniki und Athen. Eine Drei-Bett-Kabine möchten Sie? Das wird schwer, die Kompositionist meistens ausverkauft.«»Aber Madame«, insistierte ich, »wir bleiben bis in dieSchweiz! «Sie schaffte es, und ich erkundigte mich scheinheilig –worauf Tomy kopfschüttelnd das Büro verließ und draußenwartete –, ob sie die Dreierkabine auf den NamenBaumgartner reservieren könne.»Aber man kennt Sie doch, Herr von Däniken!«Gerade deswegen, log ich, möchten wir inkognito buchen,damit mich keine aufdringlichen Fans verfolgten.Der Chef des Reisebüros, ein liebenswürdiger Türke mitdem (wie könnte es anders sein!) obligaten Schnurrbart,kam dazwischen und erklärte, am Zoll müßten wir dennochdie Papiere mit unseren richtigen Namen ausfüllenund die Pässe zeigen.»Ist doch selbstverständlich«, bestätigte ich. »Mir geht'snur darum, unsere Kabine auf den Namen Baumgartnerbuchen zu dürfen. Dann bitte ich Sie um eine schriftlicheBestätigung mit dem Briefkopf dieses Reisebüros, daßwir drei das Abteil von Herrn Baumgartner übernehmen,weil Herr Baumgartner kurzfristig absagen mußte. Ichwerde Sie für ihren guten Willen entschädigen.«Nach dieser Ansprache blätterte ich 300 Dollar in barauf den Schreibtisch. 100 Dollar für jeden von uns, dachteich, das wird wohl die teuerste Reise im Orient Express,die ich im Leben unternahm. Es blieb sowieso die einzige.

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