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Der Burgbote 2015 (Jahrgang 95)

36 Kammerchor singt mit

36 Kammerchor singt mit Elisen »Vom Küssen und Kosen« – so war ein Vormittag voller Hausmusik überschrieben, zu dem der gemischte Elisenchor den Kammerchor des KMGV eingeladen hatte. Gemeinsam gestalteten die zwei Chöre eine »klingende Vernissage« im Kulturzentrum Zanders. Musikalisch reichte das Programm von der Romantik bis zur Revolution! Über die Einladung nach Bergisch Gladbach freute sich der »kleine Chor im KMGV« sehr. Bot das Kammerkonzert doch die Möglichkeit, das jüngst einstudierte Repertoire (zuletzt im Rahmen der Carl- Loewe-Musiktage im Palmenhaus zu Unkel aufgeführt) erneut vor Publikum zu präsentieren. Jeden dritten Samstag traffen sich die »Kammer-Sänger des KMGV« zu einer vierstündigen Probe im Cäcilien-Zimmer der Wolkenburg. In der herrschaftlichen Villa – heute Sitz einer Stiftung, welche die Geschichte der Papierherstellung in Bergisch Gladbach und jene der Industriellenfamilie Zanders in Erinnerung hält – bot sich dem Publikum ein abwechslungsreiches Programm. In den verschiedenen Sälen des Parterre präsentierten die zwei Chöre abwechselnd »Chormusik aus Zeiten der deutschen Revolution«. Tanja Heesen, Leiterin des Elisenchores, wies an diesem Vormittag sprachlich gewandt den Weg: Sie führte das Publikum mit- und hinreißend durch die verschiedenen Räume des Hauses, vorbei an den Wirren der deutschen Geschichte und hin zu den musikalischen Finessen der dargebotenen Werke. Kammerchor singt a capella Der Kammerchor sang neben anderen Werke von Schumann (Ritornell »Die Rose stand im Tau«) und Schubert (»Der Gondelfahrer«, »Lied im Freien«) – am Klavier begleitet von Bernhard Steiner. Nach einem kleinen Ortswechsel in den Salon mit Blick in den Garten intonierten die Sänger a capella »Kloster Grabow« von Carl Loewe, »Goldne Brücken« von Brahms und »Abendruhe« von Hauptmann. Der krönende Abschluss des Konzertes war die gemeinsame Aufführung von Brahms »Waldesnacht«. Tanja Heesen ermutigte ihre Elisen, auf dem ungewohnt vollen Klangteppich »lustzuwandeln«, den ihnen die angereisten Herren aus Köln klangvoll ausbreiteten. Im Anschluss des Konzertes nutzten die Gäste aus Köln die Gelegenheit, mit den Damen und Herren des Heim-Chores über das gemeinsame Hobby Singen zu fachsimpeln. Bei einer kleinen Stärkung endete die Matinee in gelöster Freude. Ein besonderer Dank gilt Theo Rüben, auf dessen Initiative die Zusammenarbeit mit dem Elisenchor gründet, für die gute Organisation und seine »kulinarische Fürsorge«. BW

Kammerchor 37