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Der Burgbote 2015 (Jahrgang 95)

Werbeaktion

Werbeaktion 2015 – Interesse am KMGV ungebrochen hoch 34 Bereits zum fünften Mal in Folge nutzte ein Team von KMGV-Sängern die Aufführungen der Cäcilia Wolkenburg, um unter den Besuchern neue Mitsänger für den KMGV zu gewinnen. Mit rund 550 Interessenten, die zum »Tag der offenen Wolkenburg« eingeladen wurden, war die Aktion fast so erfolgreich wie im ersten Jahr. Über die Hintergründe dieser Werbeaktion 2015 ein Interview mit dem Orga-Leiter Paul-Georg Fickus. Burgbote: Die Werbeaktion 2015 wurde erneut mit einer sehr hohen Anzahl an Interessenten abgeschlossen. Wie kam es zu diesem positiven Ergebnis? Paul-Georg Fickus: Es sind mehrere Faktoren, die in diesem Jahr zusammen kamen und mit insgesamt 550 Interessenten zu einem sehr zufriedenstellenden Ergebnis geführt haben. Zum einen waren wir als Team sehr gut aufgestellt. Unter den insgesamt 23 Mitsängern, die an der Aktion beteiligt waren, fanden sich sowohl erfahrene Werber, die schon in den letzten Jahren aktiv waren, als auch neue, junge Mitsänger. Und ich habe den Eindruck, dass vor allem die jüngeren Mitsänger bei der Ansprache von potenziellen Interessenten sehr erfolgreich waren. Letztlich ist das ja auch gut nachvollziehbar: Wenn man von einem Sänger im gleichen Alter angesprochen wird, liegt die Idee, einmal unverbindlich zum »Tag der offenen Wolkenburg« zu kommen, einfach recht nahe. Ein weiterer Grund für die positive Resonanz lag sicher auch in der Qualität des diesjährigen Stückes. Die gute Laune, die im ganzen Team schon von den ersten Proben an spürbar war, hat sich auf das Auditorium übertragen. Und mit dieser sehr positiven Grundstimmung – angeregt im Übrigen auch von der Ansprache unseres Präsidenten – hatte das Werbeteam in den Pausen einfach ein relativ leichtes Spiel. Und als dritter Faktor muss ein Blick auf das Publikum geworfen werden: Viele Mitsänger im KMGV hatten ja die Befürchtung, dass es gar keine neuen Interessenten mehr geben könne. Eigentlich hätten doch alle Besucher schon in den letzten Jahren angesprochen worden sein müssen – so war die Meinung. Aber durch die intensive Presse- und Werbearbeit der letzten Spielzeiten und durch die Spielstätte im Musical Dome scheint es gelungen zu sein, neue Publikumssegmente zu erschließen. Anders ist es kaum zu erklären, dass wir auch in diesem Jahr wieder auf so viel Interesse gestoßen sind. An dieser Stelle auch noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön an alle Mitwerber, die in ihren Teams zum Erfolg der Aktion beigetragen haben. Denn niemand darf diese Aufgabe unterschätzen: Nach einem langen Arbeitstag im Musical Dome fremde Menschen freundlich anzusprechen und konsequent ein Ziel damit zu verfolgen – das ist schon anstrengend. Nicht umsonst sind die Werbeteams stolz auf dieses tolle Ergebnis. Und weil jede einzelne Adresskarte das Ergebnis von Anstrengung und Mühe ist, hoffen die Mitsänger aus den Werbeteams sehr, dass der Umgang mit diesen Herren weiterhin von Freundlichkeit und Verantwortungsgefühl geprägt bleibt – ungeachtet aller Belastungen, die eine hoffentlich große Zahl von Aspiraten für unseren Chorbetrieb bedeutet.

Sind denn die hohen Zahlen der gewonnenen Interessenten nicht auch ein wenig beängstigend? Also das muss man natürlich relativieren. Aus den letzten Jahren wissen wir, dass von den vielen Interessenten nur ein Teil zum »Tag der offenen Wolkenburg« kommt. Und von diesem Teil wird sich dann wiederum nur ein Teil dafür entscheiden, den Weg in unsere Chorschule und zu unseren Proben zu wählen. Aber man muss auch sagen, dass es in Absprache mit dem Vorstand schon das Ziel war, eine große Anzahl an Interessenten zu gewinnen. Denn die diesjährige Aktion war die letzte vor unserem 175. Jubiläum. Wenn man nun davon ausgeht, dass wir in jedem Jahr aufgrund der demografischen Situation unseres Chores rund 15 neue Sänger gewinnen sollten, um den heutigen Stand im Chor und auch bei der Bühnenspielgemeinschaft Cäcilia Wolkenburg zu stabilisieren, wird schnell deutlich, dass wir die diesjährige Werbeaktion zu einem Erfolg führen sollten. Unser Ziel sollte also sein, aus der hoffentlich großen Zahl von Interessenten viele dauerhaft für Eine größere Zahl von neuen Sängern können wir nur noch in diesem Jahr soweit ausbilden und in den Chor integrieren, dass ein musikalisch stimmiges Gesamtbild in unserem Jubiläumsjahr gewährleistet ist. Denn nur so lässt sich der zu erwartende Verlust aus allen Teilen der Sängerschaft über die kommenden zwei bis drei Jahre hinweg einigermaßen kompensieren. Viele Mitsänger sehen mit ein wenig Sorge, dass das bestehende Ungleichgewicht zwischen den einzelnen Stimmgruppen durch neue Sänger noch weiter verstärkt werden kann. Grundsätzlich muss man natürlich einräumen, dass wir bei der Ansprache von Interessenten in der Oper am Dom auf viele Männer stoßen, die entweder schon seit vielen Jahren nicht mehr oder überhaupt noch nie aktiv in einem Chor gesungen haben. Diese Tatsache führt zu zwei Problemen: Zum Einen kann man von wenig erfahrenen Sängern zu Beginn ihrer »KMGV-Karriere« – auch nach bestandener Aufnahme- KMGV-Werbeaktion 2015 35