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Der Burgbote 2015 (Jahrgang 95)

Ja, ja, nur einmal im

Ja, ja, nur einmal im Jahr ist Karneval … 26 Karneval, das heißt nicht nur Divertissementchen, Karneval ist auch d’r Zuch kütt, Prinz, Bauer & Jungfrau, Kamelle, Strüßjer, Bützje, kölsche Lieder, Schunkeln, Stippeföttche und auf jeden Fall Festsitzungen. In diesem Jahr ließ es sich der Kölner Männer-Gesang-Verein nicht nehmen, neben den Vorstellungen der Cäcilia Wolkenburg auch bei Sitzungen aufzutreten. Gleich zwei Mal ging es in die Kölner Flora. Seit langer Zeit wieder ließ sich der KMGV damit mal wieder auf einer Sitzung des Kölner Karnevals sehen. Letztmals hatte der Chor zu seinem 150. Jubiläum 1992 auf einer Sitzung der Blauen Funken gesungen. Am 11. Januar ging es also zur Flüstersitzung der Blauen Funken. Geladen hatte Präsident Peter Griesemann, der den KMGV unbedingt bei der Sitzung »Funke janz höösch« dabei haben wollte. Und wir waren nicht einfach irgendwie dabei, sondern gestalteten das Finale – im Anschluss an die Auftritte von Cat Ballou und dem Kölner Dreigestirn. Unter dem Dirigat von Christopher Brauckmann konnten die Gäste den leisen Tönen von 80 Sängern folgen. Gesungen wurde das Jussenhofen-Potpourri und Ming eetste Fründin, das die Bläck Föös vor ein paar Jahren für den KMGV arrangiert hatten. Beide Lieder animierten die Zuhörer zum Schunkeln und Mitsingen. KMGV-Präsident Gerd Schwieren leitete mit einer kurzen Moderation über zu einem weiteren Highlight des Finales. Die Bläck Föös kamen mit auf die Bühne und wir begleiteten sie bei ihren Liedern. Die Stimmung der Sänger stieg mit der Kölner Kultband auf den absoluten Höhepunkt. Alle sangen und schunkelten mit. Als Lohn gab es neben dem Applaus für jeden einen Karnevalsorden. Anklang fand der Auftritt bei der Flüstersitzung aber nicht nur bei den Besuchern im Saal. Auch die Kommentatoren des Rosenmontagszugs im WDR waren sehr erfreut über den Gesang des KMGV und erinnerten beim Vorbeizug der Blauen Funken an dieses Ereignis. Übereinstimmend waren die Moderatoren Wicky Junggeburt und Guido Cantz der Meinung, dass die Flora und die Flüstersitzung genau der richtige Rahmen für den Gesang des Kölner

Männerchores seien. Da sich der Karneval in den letzten Jahren immer mehr auch auf leise Töne besinne, sei der diesjährige Auftritt hoffentlich keine Eintagsfliege gewesen. Gekleidet mit weißem Hemd, schwarzer Hose und Motto-Schal der Session 2015 ging es am 23. Januar ein zweites Mal auf die Bretter einer Karnevalssitzung. Diesmal wieder zum Finale und wieder in die Flora. Der KMGV sang zum Abschluss der Nostalgiesitzung der Karnevalsgesellschaften Große Kölner und Die Großen von 1823. Allerdings mussten dafür alle Kräfte mobilisiert werden, denn der Auftritt erfolgte erst um Mitternacht. So ging es für den Stammchor, den gesamten Vorstand und auch für einige Cäcilianer nach der Vorstellung des Divertissementchens in die Flora. Dieser Auftritt wurde von Thomas Guthoff musikalisch begleitet, der das Jussenhofen-Potpourri musikalisch optimiert hatte. Das Dirigat übernahm Bernhard Steiner. Neben dem Chor traten noch Johannes Fromm, Dirk Pütz, Manfred Schreier und Werner Stoll solistisch auf und gaben verschiedene Lieder von den Bläck Föss zum Besten, die der Chor musikalisch begleitete. Die Sitzungspräsidenten Joachim Wüst (Große Kölner) und Winrich Granitzka (Die Große von 1823) dankten dem KMGV. Zum Abschied sang der Chor noch »Jode Naach«. Für die nächsten Jahre liegen dem KMGV bereits Anfragen von mehreren Karnevalsgesellschaften vor. Man interessiert sich dabei nicht immer nur für den gesamten Chor, sondern auch für Ensembles. Das wäre doch eine gute Möglichkeit, unser Karnevals-Repertoire durch aktuellere Musik zu ergänzen. Und dies wiederum könnte vielleicht den einen oder anderen Mann motivieren, bei uns mitzusingen. RS KMGV im Karneval 27