Aufrufe
vor 6 Monaten

Der Burgbote 2015 (Jahrgang 95)

8. März

8. März 2015 Tag der offenen Wolkenburg 28 Und der Kuchen war wieder so lecker... Gäbe es nicht schon aus gutem Grunde die Tradition des »Tags der offenen Wolkenburg«, sie müsste neu erfunden werden. Und sei es nur, um in jedem Jahr erneut die Vielfalt der Backkünste der besseren Hälften unserer Mitsänger zu erleben. Ein Riesen-Kompliment an die Sängerfrauen, die mit einem beeindruckenden Kuchenbuffet auch im Jahr 2015 dafür gesorgt haben, dass sich unsere Gäste und alle Sänger beim Vorstell-Tag wohl gefühlt haben. Es ist immer wieder eine ganz besondere Stimmung, wenn sich an einem Sonntagmorgen im März die Sänger zum »Tag der offenen Wolkenburg« einfinden. Schon um kurz nach neun Uhr treffen der Präsident und der Autor dieses Artikels meist als die Ersten in der Wolkenburg ein. Die Stadt ist noch ganz still, man spürt, dass es ein besonderer Tag wird. Alle Mitsänger, die nach und nach eintreffen sind gespannt, wieviele Gäste kommen werden und ob sich dann auch Interessenten für einen Besuch der Chorschule entscheiden werden. Das Werbeteam baut den Infostand auf, die Verzehr-Coupons sind bereit gelegt und das Foyer füllt sich weiter mit Sängern. Dunkle Anzüge, rote Krawatten und zwischendrin wie hingetupft die weißen Sweat-Shirts des Werbeteams. In diesem Jahr war die Bühne im großen Saal voll besetzt. Vor allem am Vormittag war der KMGV in großer Stärke angetreten – dafür ein herzlicher Dank an alle Mitsänger. In der ersten Besprechung des Werbeteams wird schon deutlich, dass es ein besonderer »Tag der offenen Wolkenburg« wird. Noch nie hatten sich so viele Interessenten per Mail im Vorfeld des Events angemeldet. Alle Werber wissen, dass dieser Informationstag für neue Interessenten in den kommenden Jahren bis zu unserem Jubiläum keine Wiederholung haben wird – die Integration vieler neuer Sänger in der Probenphase für

das Jubiläumsjahr würde den Chor überfordern – und somit dieser 8. März die letzte Chance bietet, neuen Mitsängern den Weg in den Chor zu ebnen. Am Ende des Tages werden wir dann Gewissheit haben: Von den rund 120 Interessenten, die uns im Verlauf des Vor- und Nachmittages besucht haben, konnten sich 88 dafür entscheiden, die Chorschule zu besuchen und nun ab kommenden Donnerstag zu versuchen, ihre Stimme auf KMGV-Niveau zu trainieren. Dies ist das beste Ergebnis, das je bei einem »Tag der offenen Wolkenburg« erreicht wurde. Während sich der Chor einsingt, treffen schon die ersten Gäste ein und vor allem in der Veranstaltung am Vormittag überzeugen die Sänger des KMGV mit einem ausgewogenen Klang. Beide Veranstaltungen sind sehr gut besucht, das Interesse am Kölner Männer-Gesang-Verein ungebrochen groß. Die Organisation des Tages läuft zwischenzeitlich so reibungslos ab, dass auch nach den beiden Schnupperproben die Anmeldungen zu den Chorschulen zügig angenommen werden konnten. Es blieb sogar immer noch die Zeit, um mit den Interessenten wichtige Informationen auszutauschen und im persönlichen Gespräch zu einem Besuch der Chorschule zu motivieren. Noch stärker als in den letzten Jahren war auch der KMGV-Vorstand in die Vorbereitungen des »Tages der offenen Wolkenburg« eingebunden und wird sich nun auch stärker in die Organisation der Chorschulen einbringen. Manfred Schreier wurde vom Vorstand beauftragt gerade in diesem wichtigen Jahr hier seine Kompetenz und Erfahrung einzubringen, um möglichst gute Sänger und davon möglichst viele in den Chor zu integrieren. Und hier wird auch die Kernaufgabe des Chores in den kommenden Wochen liegen: Aus vielen Gesprächen mit neuen Sängern wissen wir, dass es vor allem die herzliche Aufnahme durch die alten, gestandenen Sänger war, die den Aspiranten Mut gemacht hat, sich für eine Aufnahme im Chor zu engagieren. Diese Offenheit und Freundlichkeit gegenüber neuen Mitsängern zeichnet den Kölner Männer-Gesang-Verein aus und wenn wir auch in diesem Jahr Erfolg bei den neuen Aspiranten haben wollen, müssen wir uns auf diese besonderen Tugenden besinnen – auch wenn es manchmal in der Stimmgruppe enger wird und wenn der eigentlich angestammte Platz häufiger schon belegt ist. Lassen wir uns gemeinsam auf diese „Zeit der Neuen“ freuen, denn nur durch die neuen Sänger können wir als einer der ganz wenigen Männerchöre in Europa darauf verweisen, dass das Durchschnittsalter des Chores sinkt und die Zahl der aktiven Sänger steigt. Darauf können wir auch ein wenig stolz sein. AH Tag der offenen Wolkenburg 29