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Der Burgbote 2015 (Jahrgang 95)

20 Kommen Sie mit! Mit

20 Kommen Sie mit! Mit dem Kölner Männer- Gesang-Verein und einem Instrumentalensemble, das ihn virtuos begleiten wird, erleben Sie eine faszinierende und kurzweilige Reise, die Geschmack auf mehr Volksmusik machen wird. Die Fahrt geht kreuz und quer durch Europa, vom grandiosen »Loch Lomond« im Norden Schottlands gelangen Sie in Windeseile zu »Sur le Pont d’Avignon«, um schon im nächsten Moment aus dem tiefen Süden Frankreichs irgendwo in die Weiten Russlands versetzt zu werden, wo Sie mit »Katjuscha« die Sehnsucht nach dem Liebsten durchleben, der irgendwo an einer fernen, unbenannten Grenze steht. Auf Seite 25 dieser Ausgabe des Burgboten finden Sie eine Postkarte, die Ihnen die Bestellung von Eintrittskarten über den KMGV erleichtern soll. Ansonsten besteht auch die Möglichkeit, Karten über die Konzertkartenkasse der Kölner Philharmonie und über die bekannten Vorverkaufsstellen zu erwerben (Preise von 18 bis 38 EUR). Was ist eigentlich ein Volkslied? Noch bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein meinten viele, als Volkslied könne nur das Liedgut bezeichnet werden, dessen Ursprung – verstanden im Sinne von Urheberschaft, sowohl hinsichtlich des Textes als auch der Musik – im Dunklen liege, das sich also nur durch ungebrochene Überlieferung im »einfachen Volke« durch die Zeiten erhalten habe. So eng gefasst wird das wohl auch zu dieser Zeit schon nicht (mehr) gestimmt haben, denn unter den beliebtesten europäischen Volksliedern fanden sich damals bereits einige, die auf namhafte Autoren oder Komponisten zurückgeführt werden konnten. Um eben auch populäre Lieder, die der Feder bekannter Verfasser und Komponisten entstammen, unter die »Volkslieder« einreihen zu können, verlangten daher andere Definitionen »nur« eine gewisse Tradierung im Volksmund sowie eine »volksmäßige«, also schlichte und leicht fassliche Komposition, damit ein Lied als »Volkslied« anerkannt werden könne. Wie auch immer, eine passgenaue Definition, was genau »ein Volkslied« ist und was nicht, ist auch heute noch nicht gefunden. Aber so viel können wir sagen: Mit dem, was heute unter dem Label »Volksmusik« verkauft wird, hat das »Volkslied« nichts zu tun, denn es besingt kein falsches, kitschiges Idyll. Was bietet das Volkslied dann? Der Wuppertaler Germanist Hans Roelleke hat es einmal so beschrieben: »Das Volkslied war, ist und bleibt mit seiner einmaligen und unauflöslichen Bindung von Wort und Musik in vieler Hinsicht ein bedeutsames, angesichts der heutigen Medienwelt und einer veränderten Musizier- und Singpraxis einer gewissen Pflege bedürftiges Kulturgut… Es kann die Menschen auf vielen Lebensstationen sowie in mancherlei glücklichen und traurigen Situationen begleiten, indem es diese erfasst, in größere Zusammenhänge einordnet und sie zu durchleben hilft.« AV

Vom Aspiranten zum Sänger in Rekordzeit Im Februar für den KMGV geworben, im April schon (fast) vollwertiges Mitglied – dieser Blitzeinstieg gelang in diesem Jahr acht Herren, die mit ihrer zum Teil langjährigen Chorerfahrung bereits alle Voraussetzungen dafür mitbrachten. Möglich wurde dies durch ein hauptsächlich von Manfred Schreier initiiertes schnelles Aufnahmeverfahren mit einer frühen Aufnahmeprüfung für qualitativ besonders gute Sänger. Die neuen Sänger unterstützen somit bereits offiziell den 1. und 2. Tenor. (vier 1. Tenöre, zwei 2. Tenöre und je ein 1. und 2. Bass) Der diesjährige Werbeerfolg – Zufall oder nicht? Ist es Zufall, dass in diesem Jahr so außergewöhnlich viele Interessenten gewonnen werden konnten? Wahrscheinlich schon – dennoch gab es Rahmenbedingungen, die dem Zufall wohl auf die Sprünge geholfen haben. So funktionierten die Werbeteams in diesem Jahr besonders gut, mit einer Mischung aus Ehrgeiz, am Ende einer Zillchen-Aufführung möglichst viele Interessenten gewonnen zu haben und Gelassenheit, die sich aus den Erfahrungen der Sänger in Rekordzeit 21 Chorschule in noch nicht da gewesenem Umfang Währenddessen durchlaufen die restlichen 57 Aspiranten in sechs Gruppen die Chorschule – so viele wie noch nie seit Beginn der Werbeaktionen. Sie tun dies mit einer ausgesprochen hohen Verbindlichkeit; kommen regelmäßig zu den Übungsstunden und entschuldigen sich formell, wenn sie verhindert sind. Das lässt darauf hoffen, dass wir in einigen Monaten viele weitere engagierte Sänger in den Chor integrieren können. letzten Jahre speiste. So kam es, dass sich so viele Herren für den Tag der offenen Wolkenburg angemeldet hatten wie noch nie. Und über 95 Prozent von ihnen kamen dann auch tatsächlich zu den Anhörungen – ebenfalls ein Rekord. Alles in allem darf der KMGV angesichts des bereits gewonnenen und noch zu erwartenden Zuwachses zuversichtlich auf die Zeit bis zum Jubiläum 2017 blicken. PD