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Sivananda_Das Buch der Gitas_Die Essenz des Advaita Vedanta

Geliebter Sucher, dieses Buch der Gitas ist der himmlische Schlüssel für dich, mit dessen Hilfe du den Eintritt in das Reich des Göttlichen Lebens und der Fülle erhälst. Diese Gitas enthalten lebensspendede Botschaften von erleuteten Sehern. Sie haben die Macht, dein Leben von Grund auf zu verwandeln . . .

IV-25

IV-25 Die wahre Gestalt dieses Samsara ist die Friedhofsruhe. Er ist wie der fruchtlose Kampf von einem, der Dinge zu erblicken glaubt, während seine Augen geschlossen sind. IV-41 Es gibt da kein Objekt der Wahrnehmung. All dies hier ist folglich unbeschreibbarer, ewiger, seliger, körperloser, universumsloser und absoluter Friede, der lediglich als solcher erscheint. IV-51 Es wird Befreiung – die nach dem Durchschauen der Illusion dieser Welt erlangt wird – dann genannt, wenn der Verstand von sämtlichen Eindrücken gereinigt und sämtliches objektives Sein essenzlos geworden ist. V-2 Darin besteht das Kennzeichen desjenigen, der sich vom Fieber der Unwissenheit erholt hat, dessen Selbst durch Erkenntnis abgekühlt ist und der den Wassern der Vergnügen keinen Geschmack mehr abgewinnen kann. V-3 Kenne das als den Zustand des Nirvana, worin das Bewusstsein des „ich“ (Individualität) verlorengegangen ist. Genug von all dem Scheinwissen, den bloßen Taschenspielertricks der Worte und den gekünstelten Ausdrucksweisen! V-9 Nimm friedlich deine Zuflucht zum Wahrem Sein, in dem sich sämtliche objektiven Wünsche auflösen, in dem Ja und Nein keinerlei Bedeutung mehr haben, in dem Wandel und „anderes“ nicht existieren. V-13 Lebe ohne Sorge im Nandana-Wald 1 der Seligkeit des Nirvana, koste die erlesene Essenz, existiere als das Unendliche Bewusstsein. V-17 Die illusorische Welt, die wie die am Himmel erblickte Stadt ist, taugt zu nichts anderem als nur zu deiner Bindung und schließlichen Zerstörung. Was macht dich, der du in dieser Illusion lebst, also so stolz? Schmerzen kommen in der Gestalt von Freuden auf dich zu. All dieses dient nur deiner Selbstzerstörung – sei wachsam! VII-14 (Die befreite Seele) schaut ihre abertausende Söhne, Frauen, Besitzstände, Freunde, Reichtümer und alles andere wie bloße Traumobjekte aus einem längst vergangenen, alten Leben an. 1 Indras, des Götterkönigs, leidloser Wald 112

VII-16 Sie lacht nur über diesen Fluss des Samsara- Stromes mit all seinen aufgewühlten, vielfach brechenden Wellen und seinem Schaum, und wie dies alles so täuschend und trunken machend in seinen vielerlei Gestaltungen ist. VII-17 Wer in diesem Leben wie ein Leichnam ist und sich selbst im wunderbaren Zustand der Verwirklichung verwurzelt hat, besitzt nicht das geringste Bewusstsein von irgendetwas in dieser Welt – nicht einmal von den begehrtesten Dingen wie Frauen, Geld und Ruhm. VII-20 Einen solchen peinigt das Betrachten der weltlichen Aktivitäten, Geschäfte und Vergnügungen – wie ein schlafender Mensch sich gepeinigt fühlt, der gewaltsam geweckt wurde. VII-36 Wer völlige und äußerste Substanzlosigkeit in allen Objekten zu erblicken vermag, ist einer, in dem die Weisheit aufgedämmert ist. Derjenigen Person, die noch nicht zur Weisheit erwacht ist, steht die Macht zur Entsagung der Objekte nicht zur Verfügung. VII-46 Innere Sammlung bedeutet erlesene Wunschlosigkeit gegenüber Objekten. Wer diesen Stand der Versunkenheit erlangt hat, ist derjenige, dessen Göttlichkeit unter den Menschen wir unsere Grüße entbieten. VII-47 In wem die Leidenschaftslosigkeit gegenüber den Objekten den höchsten Gipfelpunkt der Vollkommenheit erlangt hat, dessen Meditation vermöchten nicht einmal die Götter und Dämonen – und noch nicht einmal Indra selbst – Hindernisse in den Weg zu legen. VII-48 Praktiziert Vajra 1 -artige Meditation durch äußerste Leidenschaftslosigkeit gegenüber den Objekten. Wenn die Verschiedenheiten erst einmal durch die Erkenntnis annulliert worden sind – worin sollte dann noch der Nutzen anderer Meditationen, die nur wie Stroh sind, bestehen? IX-49 Wohlstand und Frauen sind vergänglich wie Schaum auf dem Wasser. Welcher weise Mensch würde 1 d. h.: „diamantenhart“; es ist eine Waffe und ein Zepter zugleich mit unzerstörbaren Eigenschaften der Härte und Strahlkraft 113

Sankaracharya_Atma Bodha