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Sivananda_Das Buch der Gitas_Die Essenz des Advaita Vedanta

Geliebter Sucher, dieses Buch der Gitas ist der himmlische Schlüssel für dich, mit dessen Hilfe du den Eintritt in das Reich des Göttlichen Lebens und der Fülle erhälst. Diese Gitas enthalten lebensspendede Botschaften von erleuteten Sehern. Sie haben die Macht, dein Leben von Grund auf zu verwandeln . . .

45. Das

45. Das gesamte Universum, angefangen vom Mahat 1 , ist in Mir nicht im mindesten vorhanden. All dies hier ist nichts als Brahman – wie könnte es darin Varna und Ashrama geben? 46. Alles kenne ich zur Gänze. Ich bin das Eine, Ungeteilte. Ich bin die stützenlose Fülle. Die Welt mit dem Raum und den anderen Elementen ist unwirklich. 48. Die Wahrheit ist rein – nicht aufgrund der Praxis des Yoga, nicht aufgrund der Zerstörung des Verstandes, nicht aufgrund der Anweisungen des Guru. Die Wahrheit ist rein von Natur aus. 49. Es gibt keinen aus den fünf Elementen bestehenden Körper, folglich gibt es keinen körperlosen Zustand. All dies hier ist nichts als nur das absolute Selbst. Wie könnte es dann die drei Zustände und den vierten 2 geben? 50. Ich bin weder gebunden noch frei; ich bin nicht verschieden von Brahman. Ich bin weder der Täter noch der Genießer. Ich bin ohne innere und äußere Dualität. 51. Wird Wasser mit Wasser vermischt, gibt es stets immer nur Wasser ohne Unterschiedenheit. Auf dieselbe Weise sind für mich Prakriti und Purusha 3 unterschiedslos. 53. Ich kenne deine Gestalt als die Höchste Unmittelbarkeit, allgegenwärtig wie der Raum. Falls es daneben noch irgendetwas anderes geben sollte, wäre dies nur wie Wasser in einer Luftspiegelung. 54. Für Mich gibt es weder einen Guru noch eine Unterweisung, weder begrenzende Vorschriften noch Tätigkeiten. Kenne das spirituelle Bewusstsein, welches wie der Äther ist. Ich bin rein von Natur aus. 55. Du bist rein und körperlos, du besitzt keinen Verstand, du bist höher als das Höchste. Ich bin der Atman – die Höchste Wahrheit. Schäme dich nicht, dies zu erklären. 1 Schöpfungsbeginn 2 Wachen, Träumen, Schlafen und den transzendentalen Zustand. Gemeint ist hier, dass es nur den einen, ewigen Zustand gibt, der keinen Grad von Bewusstseins darstellt. 3 Prakriti und Purusha: Welt und Seele, Universum und Individuum, Mensch und Gott 44

56. Oh Verstand! Weshalb weinst du? Werde das Selbst durch das Selbst. Oh liebes Kind! Koste den unbefleckten, erlesenen Nektar der Nondualität. 59. Ich bin weder geboren noch jemals tot, Ich habe weder Gutes noch Schlechtes getan. Ich bin das reine, eigenschaftslose Brahman – wie könnte es für mich Bindung und Befreiung geben? 63. Du hast weder Mutter noch Vater, weder Verwandte noch Gattin, weder Sohn noch Freund. Du bist weder parteiisch noch unparteiisch. Wie könnte dann also der Kummer im Verstand entstehen? 64. Du kennst keinen Verstand, keinen Tag, keine Nacht, keinen Sonnenaufgang, keinen Sonnenuntergang. Wie könnte ein weiser Mensch dem Körperlosen einen Körper zuschreiben? 69. Unter welchen Umständen und an welchen Orten auch immer die Yogis sterben – sie gehen an Ort und Stelle in das Brahman ein, wie der Raum innerhalb des Kruges in den unbegrenzten Raum eingeht. 71. Die Yogis erachten Dharma, Artha und Kama, den Wunsch nach Freiheit, sämtliche bewegten Kreaturen, sämtliche unbewegten Kreaturen und überhaupt alles als bloßes Wasser in einer Luftspiegelung. III-14 Ich bin unberührt vom Staub des Samsara, Ich bin wandellos. Ich kenne die endlosen Sorgen nicht und nicht die Besessenheit der Finsternis. Ich habe keine Auswirkung auf die Ausübung des Svadharma 1 . Ich bin die unsterbliche Weisheit, die immer gleichbleibende Essenz – allesdurchdringend wie der Raum. III-34 Oh lieber Freund! Weshalb klagst du? Es gibt da weder Alter noch Tod. Oh lieber Freund! Weshalb klagst du? Es gibt da keine Furcht vor Wiedergeburt. Oh lieber Freund! Weshalb klagst du? Es gibt für dich keinerlei Modifikationen (Erkläre:) Ich bin die unsterbliche Weisheit, die immer gleichbleibende Essenz – allesdurchdringend wie der Raum. III-35 Oh lieber Freund! Weshalb klagst du? Du hast keine Form. Oh lieber Freund! Weshalb klagst du? Du bist alterslos! Ich bin die unsterbliche Weisheit, die immer 1 eigenes Lebensschicksal im Unterschied zum (universellen) Dharma 45