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Sivananda_Das Buch der Gitas_Die Essenz des Advaita Vedanta

Geliebter Sucher, dieses Buch der Gitas ist der himmlische Schlüssel für dich, mit dessen Hilfe du den Eintritt in das Reich des Göttlichen Lebens und der Fülle erhälst. Diese Gitas enthalten lebensspendede Botschaften von erleuteten Sehern. Sie haben die Macht, dein Leben von Grund auf zu verwandeln . . .

24. So wie alle lebenden

24. So wie alle lebenden Wesen in sich die Drohung des Todes tragen, so sind die Reichen vom König, von Überschwemmungen, vom Feuer, von Dieben und sogar von ihren eigenen Verwandten bedroht. 25. So wie Vögel Fleisch in der Luft, Wölfe Fleisch auf der Erde und Fische Fleisch im Wasser verzehren, so wird der reiche Mann überall verzehrt. 26. Nur der Wohlstand ist die einzige Ursache allen menschlichen Elends. Sogar wenn Reichtum für gute Zwecke verwendet wird, bringt er den Menschen kein dauerndes Glück. 27. Folglich dient sämtliches Streben nach Reichtum nur der zunehmenden Verwirrung des Verstandes, der Anstachelung des Geizes, dem Stolz, dem Hochmut, der Furcht und dem Zorn. 28. Weise Menschen wissen, dass der Kummer aller menschlichen Wesen dem Streben nach Reichtum, seiner Bewahrung und seiner Vergrößerung zu verdanken ist. 29. Für das Ziel der Reichtumerwerbs erleiden die Menschen große Qualen und begehen Morde. Ist der Reichtum dann gegangen, leiden sie wieder neue Schmerzen, weil sie ihr Gedeihen dem Feind Wohlstand anvertraut haben. 30. Reichtum wird nur unter vielen Qualen erworben. Sein Verschwinden ist für den Menschen daher so entsetzlich, dass er nicht einmal daran zu denken wagt. Narren wie diese sind niemals glücklich. Nur weise Menschen erwerben echtes Glück. 31. Ein Ende der Gier gibt es nicht. Zufriedenheit ist folglich der bester Weg zum Glücklichsein. Nur die Zufriedenheit wird daher von den Weisen als das erlesene Ziel erachtet. 32. Vergänglich sind Jugend, Schönheit, Leben, Besitz und Reichtümer, Herrschaft und das Zusammensein mit den Lieben. Ein weiser Mensch sollte niemals nach solchen Dingen trachten. 33. Sämtlichen Besitztümern sollte folglich entsagt werden. Alle Schmerzen, wie diese wiederum aus der Entsagung entstehen, sollten tapfer ertragen werden. Gibt es denn irgend jemanden, der reich ist und gleichzeitig frei 144

von Sorgen? Daher preisen alle rechtschaffenen Menschen die Aufgabe der Habsucht und die Entsagung. 34. Auch wenn jemand Reichtum nur für den Zweck rechtschaffener Taten aufzuhäufen wünscht, wäre es immer noch besser für ihn, mehr Leidenschaftslosigkeit zu entwickeln. Anstatt die Hände nach der Berührung von Unrat zu waschen, ist es besser, ihn gar nicht erst zu berühren. 35. Oh Yudhishthira! Entwickle daher keine Wünsche nach irgend etwas. Wenn du ein rechtschaffenes Leben zu führen wünscht, dann entsage aller Liebe zum Wohlstand. * * * 145

Sankaracharya_Atma Bodha