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Sivananda_Das Buch der Gitas_Die Essenz des Advaita Vedanta

Geliebter Sucher, dieses Buch der Gitas ist der himmlische Schlüssel für dich, mit dessen Hilfe du den Eintritt in das Reich des Göttlichen Lebens und der Fülle erhälst. Diese Gitas enthalten lebensspendede Botschaften von erleuteten Sehern. Sie haben die Macht, dein Leben von Grund auf zu verwandeln . . .

im Atman

im Atman wieder auftaucht. Dies nennt man Chidjada- Granthi bzw. den Verbindungsknoten zwischen dem Atman und der Materie (dem Verstand). 43. Ich bin das Große Licht. Ich bin ohne Geburt und nondual. Ich bin selbstleuchtend. Ich bin von äußerster Reinheit. Ich bin die Masse des Reinen Bewusstseins, leidlos, erfüllt und die Verkörperung der Seligkeit. Ich bin tätigkeitenlos. 44. Ich bin auf immer frei, im Besitz unvorstellbarer Macht, mit Erkenntnis, die die Sinne niemals haben können, ohne Tätigkeit. Ich bin unendlich, unergründlich. Ich bin der Tag und die Nacht, über die die Weisen, die dem Studium der Veden hingegeben sind, in ihrem eigenen Selbst meditieren. 45. Auf diese Weise sollte man immer und mit ununterbrochener Empfindung über das Selbst meditieren. Derjenige wird die Erleuchtung erlangen, der die Avidya 1 zusammen mit ihren sämtlichen Wirkungen in sehr kurzer Zeit zerstört – so wie eine erkrankte Person durch Einnahme des Lebenselixiers die Krankheit zerstört. 46. Man sollte sich an einem einsamen Ort setzen, die Sinne von ihren Funktionen trennen, das Selbst zurückhalten und diese alle besiegen, und sich dann selbst im Reinen Geist versenken. Auf diese Weise sollte man über das Eine meditieren, ohne dabei Gedanken an ein Zweites, das über das Auge des Bewusstseins verfügt, zu hegen und sich im Absoluten Selbst verankern. 47. Man sollte das gesamte Universum in die Ursache aller Dinge, das Selbst, eintauchen und das gesamte Sein als nichts anderes als das wahrhaftige Brahman betrachten. Auf diese Weise verbleibe man im Selbst, das Fülle und Seligkeit selbst ist, und denke an nichts Äußeres oder Inneres mehr. 52. Indem er so die Selbst-Verwirklichung erlangt, die Seligkeit seines eigenen Selbst gefunden und alles andere vergessen hat, verbleibt der Weise auf immer in seiner eigenen ewigen, seligen und selbststrahlenden Natur – frei von allen Fesseln der Begrenzung, unergründlich wie der Ozean ohne die Welle, die seine Oberfläche aufrührt. 1 Unwissenheit 84

54. Der Weise sollte durch Meditation über sein Selbst am Tage und in der Nacht und frei von allen Bindungen und Egoismen verbleiben, bis sein Prarabhda Karma 2 , das ihm seinen gegenwärtigen Körper gegeben hat, erschöpft ist. Er sollte danach in Mir allein eintauchen. 58. So lange einer nicht alles als Mich Selbst wahrnimmt, sollte er die Hingabe an Mich praktizieren. Ich verbleibe für immer im Herzen desjenigen, der leidenschaftlichen Glauben und Hingabe an Mich hat. 60. Bruder! Diese ganze Welt ist nichts als Maya. Ziehe deinen Verstand davon zurück, indem du ihre wahnhafte Natur erkennst. Reinige deinen Verstand durch Meditation über Mich allein. So sollst du glücklich, frei von allem Kummer und voller Seligkeit werden. * * * 2 Karma der Vergangenheit (im Gegensatz zum gegenwärtig und künftig wirkenden Karma) 85