Aufrufe
vor 6 Monaten

Die Besteuerung der Renten - unter besonderer Berücksichtigunbg einer Reform des Systems der sozialen Sicherung

Die Besteuerung der Renten - unter besonderer Berücksichtigunbg einer Reform des Systems der sozialen Sicherung - Dissertation aus dem Jahr 1988

78 begegnen. Hierfür

78 begegnen. Hierfür spricht auch die Ausgestaltung des Zusatzfreibetrags in seiner beschriebenen Höhe, deren kritische Beurteilung ihn zu einer strategischen Größe werden läßt. Die nicht zur Einkommensteuer heranzuziehende Verhältnisgröße ist mit 50 - 75 % der Rentenzahlung bei weitem zu hoch gewählt. Wie die Tabellen 7 a und 7 b ( Seite 38 f ) belegen, beträgt die maximale Höhe der aus versteuertem Einkommen geleisteten Pflichtbeiträge in 1988 34,77 %. In den davor liegenden Jahren fiel dieser Anteil noch geringer aus, was mit dem jährlichen Anstieg der Beitragsbemessungsgrenze zu erklären ist. Für die Zukunft ist aus eben diesem Grund mit einem leichten Anstieg der betrachteten Verhältnisgröße zu rechnen. Durch die Untergliederung in steuerpflichtige Arbeitnehmer- und steuerfreie Arbeitgeberbeiträge wird das Verhältnis der aus versteuertem Einkommen geleisteten Zwangsbeiträge an ihrer Gesamtheit, im Negativfall 50 % nicht übersteigen. Der Anteil der aus besteuerten Beitragszahlungen finanzierten Renten fällt jedoch stets geringer aus, da sich die Rentenleistungen aus den Bundeszuschüssen mitfinanzieren. Für die steuerliche Freistellung eines Anteils von 50 - 75 % der Rentenzahlung besteht folglich keine Notwendigkeit. Gegen die dargestellte Freibetragsregelung spricht ferner die Festlegung einer Obergrenze in der beschriebenen Höhe. Dieses Vorgehen führt dazu, daß aus einem relativen Freibetrag mit Obergrenze ein absoluter Freibetrag i.H.v. 5.000,-- DM wird. Denn bei einem relativen Freibetrag von 50 % wird die Obergrenze von 5.000,-- DM bereits bei einer jährlichen Rentenzahlung von 10.000,-- DM erreicht. Zahlungen in dieser Höhe werden jedoch nach den Vorstellungen des wissenschaftlichen Beirats steuerlich nicht belastet, da die Summe aus Grund- und Altersfreibetrag 10.000,-- DM betragen soll. 1 Tabelle 11 stellt die durchschnittliche steuerliche Belastung verschieden hoher Jahresrenten, unter Zugrundelegung der voran beschriebenen Übergangskonzepte der derzeit geltenden Ertragsanteilmethode gegenüber. Dabei ist festzustellen, daß im Fall der beiden Übergangsregelungen die Mehrheit der Rentenempfänger kaum oder überhaupt nicht steuerlich belastet werden. Zum Vergleich : Die durchschnittliche monatliche Rentenhöhe betrug in 1986 1.394,-- DM. 2 Für Bezieher hoher Renten steigt die steuerliche Belastung im Vergleich zur Ertragsanteilbesteuerung drastisch an. Da die relative Freibetragskonzeption des wissenschaftlichen Beirats mit einer Obergrenze ausgestattet ist, die bereits 1 Siehe ebenda Seite 59 ff 2 Siehe Die Renten scheinen zumindest bis 1990 sicher, in : Frankfurter Rundschau, a.a.O.

79 Tabelle 11 Verfahrensabhängige Rentenbelastung im Vergleich

Neuregelung der Besteuerung von Renten und Pensionen aufgrund ...
Besteuerung der Renten/Pensionen (pdf) - EURES Bodensee
2. Besteuerung der Renten, Pensionen und einmaligen ...
Die Besteuerung von Renten und Pensionen ab 2005 Insofern ist ...