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amz_2010_09

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Bei der Kollision mit

Bei der Kollision mit einem Pkw (grün) bei 30 Stundenkilometern prallt der Fußgänger auf die Motorhaube auf und kommt ungefähr acht Meter nach der Unfallstelle zum Liegen. Liegt die Kollisionsgeschwindigkeit bei 60 Kilometer pro Stunde, schlägt der Fußgänger mit dem Kopf in die Windschutzscheibe und bleibt erst rund 30 Meter nach der Unfallstelle liegen. Fotos: Küpper serung des Fußgängerschutzes. Die EU-Kommission ließ deshalb in einer Studie die verschiedenen Fahrassistenzsysteme und Fahrzeugdesigns auf ihre Wirksamkeit untersuchen. Dies führte zu dem Ergebnis, dass der optimale Fußgängerschutz durch eine Kombination von aktiv – vor dem Unfall – und passiv – während des Unfalls – wirkenden Sicherheitssystemen erreicht werden kann. Allerdings wäre hierzu eine frühzeitige Erkennung der Gefahrensituation notwendig, wofür derzeit die Systeme noch in der Entwicklung sind. Passive Systeme mildern durch nachgebende oder bewegliche Oberflächen die Verletzungen des Fußgängers. In diese Kategorie fallen Motorhauben aus speziellem Material oder so genannte aktive Motorhauben, die sich bei einem Zusammenstoss blitzschnell öffnen, um schwere Kopfverletzungen zu verhindern. Zum besseren Schutz von Fußgängern wurde die EU- Richtlinie 2003/102/EG überarbeitet und ersetzt durch die neue Verordnung 631/2009 über die Typgenehmigung von Kraftfahrzeugen hinsichtlich des Schutzes von Fußgängern und anderen ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie zwingt sämtliche Mitgliedstaaten der EU, nur noch Neuwagen zuzulassen, welche die vorgeschriebenen Schutzvorrichtungen vorweisen: nachgiebige Stoßstange und Front, runde Frontform, weiche Motorhaube und ausreichend Abstand zwischen Motorhaube und den harten Teilen des Motors. Um die Tests zu bestehen, sind die Fahrzeug- Hersteller gezwungen, bei Neuwagen nicht nur an den Insassen-, sondern auch an den Fußgängerschutz zu denken. Die aktiven Sicherheitssysteme erfassen den Bereich vor dem Fahrzeug in einem breiten Winkel. Tritt ein Fußgänger in die Gefahrenzone, erhält der Fahrer ein Warnsignal oder das System leitet einen Bremsvorgang ein. Der Zusammenprall mit dem Fußgänger wird vermieden oder fällt zumindest weniger heftig aus. Hans Rosarius

technik trends Automatik für Umwelt und Komfort _ Der Trend zum Automatikgetriebe, die Zunahme von unterschiedlichen Antriebskonzepten sowie die Reduzierung von Kraftstoff und Emissionen stellen die Getriebehersteller vor neue Herausforderungen. Wie diesen begegnet werden kann, macht ZF Friedrichshafen deutlich. G etriebe für Pkw unterstützen heute drehmomentstärkere Motoren, reduzieren den Kraftstoffverbrauch, schonen die Ressourcen – durch weniger Öl sowie geringeren Verschleiß – und sorgen zugleich für eine bessere Fahrdynamik. Darüber hinaus für noch mehr Komfort, zum Beispiel durch weichere Gangwechsel. Und das alles, ohne viel Bauraum im Fahrzeug in Anspruch zu nehmen. Um dieser Anspruchsvielfalt erfolgreich begegnen zu können, forcieren Getriebehersteller die Reduzierung des Gewichts und der mechanischen Verluste, die weitere Erschließung des Motorkennfeldes, die Verbesserung der Betriebsstrategie und des Motor-Start- Stopp-Systems sowie Lösungen für die zunehmende Hybridisierung oder hybridisierte Antriebsstränge. Werden all diese Möglichkeiten richtig genutzt, ist Hans-Georg Härter, Vorstandsvorsitzender bei ZF Friedrichshafen, überzeugt, dass in den nächsten Jahren bei Pkw Sprit- und Kohlendioxid-Reduktionen von bis zu 25 Prozent erschlossen werden können. Bereits im kommenden Jahr sollen die ersten Automodelle mit beispielhaft neuen Sparlösungen auf den 22 amz - auto | motor | zubehör Nr. 9-2010 Markt rollen. Mittel- bis langfristig macht Härter sogar noch ein zusätzlich mögliches Einsparpotential von fünf bis zehn Prozent aus. Laut Hans-Jörg Domain, Leiter Neue Produkte und Methoden bei ZF, gilt für eine neue Getriebegeneration inzwischen: „Sie muss ein Höchstmaß an Leistung, Komfort und Fahrdynamik bereitstellen und Maßstäbe in Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz setzen.“ Unter dem Schlagwort „Energieeffizienz“ hat der Konzern, Stammsitz in Friedrichshafen, die Wirtschaftlichkeit und den Umweltschutz schon im Jahre 2001 zusammengefasst. Vorzeigbare Erfolge sind unter anderem das Sechs-Gang- Automatikgetriebe, mit dessen Hilfe der Spritverbrauch eines Fahrzeugs um acht bis zehn Prozent reduziert werden kann. Und das neu entwickelte Acht-Gang-Automatgetriebe, das weitere Kraftstoffeinsparungen von bis zu elf Prozent ermöglicht. Komfort und die Fahrdynamik als Trümpfe Die Automatik an sich bezeichnet Domain als eine grundsätzliche Erfolgsgeschichte, wofür auch die fortschreitende Verbreitung stehe. „Die Automatisierung führt heute neben niedrigerem Kupplungsverschleiß zu einer Absenkung des Kraftstoffverbrauchs und der Kohlendioxid-Emissionen von drei bis fünf Prozent“, erklärt der Ingenieur. Dies im Vergleich zu Durchschnittwerten bei Handschaltungen. Demnach gehöre die Auffassung, dass ein Ein Blick bei der ZF Friedrichshafen AG in die zentrale Forschung und Entwicklung am Funktionsprüfstand für Pkw-Automatikgetriebe. Fahrzeug mit Automatik stets etwas mehr Kraftstoff benötige, der Vergangenheit an. Zumal nach dem ZF-Experten das mögliche Automatik-Sparplus wesentlich auf die Reduzierung des Fahrereinflusses bei der Gangwahl zurückzuführen ist. Hatten manuelle Getriebe europaweit bis zur Jahrtausendwende einen Marktanteil von 85 Prozent, so sind inzwischen 28 Prozent der zugelassenen Pkw mit automatischen Getrieben unterwegs. Tendenz steigend, die ZF-Marktforscher erwarten, dass jedes Jahr mindestens ein Prozentpunkt dazukommt. Die zwei Kaufargumente, die gemeinsam Platz eins belegen, sind der Komfort und die Fahrdynamik. Positiv wird bewertet, dass die Gangwechsel schnell und kaum wahrnehmbar erfolgen. Weiter das Gefühl, dass sich das Fahrzeug direkter „am Gas“ fahren lässt und somit bei Bedarf ein rasches Überholen oder ein gemütliches Cruisen leichter und angenehmer möglich ist. Bei einer dynamischen Beschleunigung wird als vorteilhaft empfunden: bei der Kraftübertragung vom Motor über die Räder auf die Straße gehen durch Schlupf oder quietschende Reifen keine Kräfte verloren. Segmentierung in der Pkw-Getriebewelt Auch der Marktanteil von Doppelkupplungsgetrieben steigt, so das Marktforschungsinstitut Global Insight. Das Institut erwartet einen weltweiten Marktanteil von drei Prozent bis 2012. Doch dies soll zumindest in Europa nicht zu Lasten des klassischen Stufenautomatikgetriebes mit Drehmomentwandler gehen. „Doppelkupplungsgetriebe haben einen Vorzug durch ihre Drehzahlfestigkeit oberhalb 8000 Umdrehungen, deshalb kommen sie vor allem bei sportlichen Fahrzeugen mit hohen Motordrehzahlen zum Einsatz“, berichtet Gerhard Wagner, Leiter des ZF-Unternehmensbereichs Pkw-Antriebstechnik. Die Besonderheiten bei Stufenautomaten sind: geringeres Gewicht, weniger Bauteile, günstigere Herstellungskosten. Nach ZF-Erkenntnissen wird sich die Segmentierung in der Pkw-Getriebewelt ebenfalls fortsetzen. Das heißt, mehr spezielle Lösungen für unterschiedliche Antriebskonzepte, einschließlich Allrad- und Hybridvarianten, werden gefragt sein. Auf diese Herausforderung wären modular aufgebaute, flexibel anpassbare Getriebe die richtige Antwort. Als Beispiel für eine ZF-Antwort verweist Domain

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