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Spezies- und gewebespezifischer Nachweis von bovinem ZNS ...

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Wissenschaftliches Schrifttum<br />

Neben dem bereits verfügbaren enzymatischen <strong>Nachweis</strong>verfahren für Cholesterin, wird zur<br />

Zeit an einem gaschromatographischen Verfahren zur Bestimmung <strong>von</strong> Cholesterin geforscht<br />

(LÜCKER u. SCHLOTTERMÜLLER 2001a). Dieses Verfahren basiert auf der amtlichen<br />

Sammlung <strong>von</strong> Untersuchungsverfahren nach § 35 LMBG für Eier <strong>und</strong> Eiprodukte.<br />

2.4.2 Immunchemische Detektionsverfahren <strong>von</strong> <strong>ZNS</strong>-Gewebe<br />

2.4.2.1 <strong>Nachweis</strong> der neuronenspezifischen Enolase (NSE)<br />

Bei diesem Verfahren <strong>von</strong> LÜCKER et al. (1998) handelt es sich um den <strong>Nachweis</strong> der<br />

neuronenspezifische Enolase (NSE) aus <strong>ZNS</strong>-Gewebe, die auch gehirnspezifisches 14-3-2-<br />

Protein oder γγ-Enolase genannt wird, mittels mono- <strong>und</strong> polyklonaler Antikörper nach Fett<strong>und</strong><br />

Proteinextraktion sowie SDS-Gel-Elektrophorese im Westernblot. Die <strong>Nachweis</strong>grenze<br />

dieser Methode liegt bei 0,25 % <strong>ZNS</strong>-Gewebe in erhitzten Fleischerzeugnissen (Brühwurst).<br />

Bei der Detektion <strong>von</strong> <strong>ZNS</strong>-Gewebe in fettreichen Fleischerzeugnissen (z.B. Leberwurst)<br />

verringerte sich die Sensitivität dieser Methode erheblich. Durch die Reduktion des<br />

Fettgehaltes während der Probenpräparation ist diese Unsicherheit teilweise gelöst worden<br />

(LÜCKER et al. 1999, 2000a). Bei stark erhitzten Fleischerzeugnissen (120°C für 20<br />

Minuten) reduzierte sich die Immunoreaktivität <strong>von</strong> NSE <strong>und</strong> die <strong>Nachweis</strong>grenze fällt auf<br />

2 % <strong>ZNS</strong>-Gewebe (AGAZZI et al. 2002). Durch die Verwendung eines anderen<br />

Extraktionsverfahrens <strong>und</strong> der Aufkonzentrierung der Proteinextrakte konnte die<br />

Empfindlichkeit des NSE-Westernblots auf die Detektion <strong>von</strong> ca. 0,01 % <strong>ZNS</strong>-Gewebe in<br />

erhitzten Fleischerzeugnissen erhöht werden (LÜCKER et al. 2000, 2000a). Möglicherweise<br />

falsch positive Ergebnisse durch das Vorhandensein <strong>von</strong> PNS sind zu beachten (LÜCKER et<br />

al. 2000a). Kommerziell ist dieses Verfahren als Weternblot-Testkit (NSE-Kit) der Firma<br />

ScheBo-Biotech (Gießen) erhältlich. Dieses Verfahren wurde mit dem oben genannten<br />

Cholesterin-<strong>Nachweis</strong>verfahren (LÜCKER u. BÜLTE 1997) gekoppelt <strong>und</strong> als Referenz-<br />

<strong>Nachweis</strong>verfahren (INV-intrgriertes <strong>Nachweis</strong>verfahren) evaluiert (LÜCKER et al. 1998,<br />

1999, 2000a). In einer Studie <strong>von</strong> OVERHOFF et al. (2002) konnte mittels des NSE-<br />

Westernblot natives <strong>ZNS</strong>-Gewebe der Tierarten Rind, Schwein, Schaf, Ziege, Pferd, Gans,<br />

Huhn <strong>und</strong> Pute nachgewiesen werden.<br />

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