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Der Burgbote 2013 (Jahrgang 93)

16 Reisen stärkt den

16 Reisen stärkt den sozialen Zusammenhang Bereits in der Planungsphase hatte Vize- Präsident Meinolf Rickert betont: »Reisen ist ein verbindendes Erlebnis und kann die Chorgemeinschaft stärken, wie es sonst vielleicht nur das Mitspielen in der Cäcilia vermag.« Zurückschauend kann man sicher sagen, dass die Reise ins Frankenland zahlreiche Gelegenheiten bot, andere Sänger im Chor näher kennenzulernen. Die vielen erforderlichen Busfahrten zwischen Bamberg, Bayreuth und Würzburg nutzen die Sänger immer wieder für Gespäche, die im Rahmen einer normalen Donnerstagsprobe nicht möglich wären. War der Sitznachbar im eigenen der drei Reisebusse in der Regel derselbe, erlaubten die verschiedenen Führungen durch Bamberg, Würzburg, das Bayreuther Festspielhaus oder die Würzburger Residenz den Sängern des KMGV, sich immer wieder neu zu mischen. Aufhängepunkte zu spannenden Unterhaltungen mit Sängern – auch aus fremden Stimmgruppen – gab es dabei genügend. Trotz der bei solchen Reisen üblichen Gruppenbildungen, zeigten sich die Sänger durchweg offen für und interessiert an den jüngeren Sängern im KMGV. Gerade bei den gemeinsamen Mahlzeiten wurde so mancher Neuzugang im Chor einem »ordentlichen Verhör« unterzogen. Im Gegenzug gaben die langjährigen Sänger aber auch viel von sich preis und teilten mit »den Neuen« ihre Erinnerung an frühere, zum Teil deutlich längere Konzertreisen in weit abgelegene Regionen der Welt. Integration neuer Sänger »Wir haben uns bewusst wieder für eine Kurzreise entschieden«, erklärte Meinolf Rickert den Vorstandsbeschluss, in den Süden Deutschlands zu reisen. Der überschaubare Reisezeitraum sollte es möglichst vielen – vor allem auch berufstätigen und neu aufgenommenen – Sängern ermöglichen, »die Reise in ihren beruflichen wie

Konzertreise 2013 auch familiären Terminkalender zu integrieren«. Bei einem Blick durch die Reihen der Sänger – im Probensaal, bei den Stadtführungen und bei den vielen Auftritten – konnte man erkennen, dass viele Neuzugänge der letzten drei Jahre an der Reise teilgenommen haben. Die Rückmeldungen dieser Sänger zur Reise fallen überwiegend positiv aus: »Eine tolle Reise!«, »Die Region ist wirklich sehenswert!«, »Auf der Reise hatte ich endlich Gelegenheit, auch die netten Sänger in den anderen Stimmen kennenzulernen – dazu ist rund um die Proben ja kaum Zeit.«, »Jetzt weiß ich: Der 2. Bass ist gar nicht so brummelig, wie er klingt.« – »Die Reise gibt dem Chor die Möglichkeit, durch gemeinsames Musizieren zusammenzuwachsen« – eine vielleicht nicht zu unterschätzende Notwendigkeit, soll der in den letzten Jahren so rasch gewachsene Chor nicht sozial aufgespalten werden in »alte« und »junge« Sänger. Dass nicht alle Sänger an der Konzertreise teilnehmen konnten, war wohl von Anfang an klar. Es sind oft berufliche Gründe (Urlaub, berufliche Freistellung) die einigen Sängern eine Teilnahme an der Konzertreise nicht möglich machen. Vielleicht ergeben sich am Aussprache- Abend (10.10.) noch hilfreiche Hinweise darauf, wie zukünftige Konzertreisen ausgestaltet werden sollen. Doch ungeachtet möglicher Verbesserungen im Detail, werden sicher die allermeisten mitgereisten Sänger zustimmen, dass »Ober- und Unterfranken nicht nur landschaftlich und kulinarisch eine Reise wert waren«, wie der Vize-Präsident die Wahl des Reiseziels der diesjährigen Chorreise begründet hatte, »sondern wir auch ein Publikum vorgefunden haben, das offen war für das musikalische Repertoire des KMGV«. BW 17