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Der Burgbote 2013 (Jahrgang 93)

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Wir lieben Zähne Ihre Zahnarztpraxis für hochwertigen Zahnersatz und Implantate. 24 Öffnungszeiten Montag – Freitag: 7.30 Uhr – 19.30 Uhr Und nach Vereinbarung Nobis + Ganß, Zahnärzte Dr. med. dent. Klaus Nobis Dr. med. dent. Nikolas Ganß Deutzer Freiheit 103, 50679 Köln Telefon 0221 - 88 88 49 - 0 praxis@nobisundganss.de www.nobisundganss.de

galt er als faul – was aber nur die eine Seite seines Wesens war. Denn auf der anderen Seite war er vielseitig interessiert und besaß den Willen und die erstaunliche Fähigkeit, sich in Dinge, die ihn interessierten, selbst umfassend und tief einzuarbeiten. Er hatte also offenbar eine bewundernswerte Auffassungsgabe, was der Verfolgung geregelten akademischen Unterrichts ja des Öfteren eher im Wege steht als demselben förderlich zu sein. Wenn er hingegen etwas nicht wollte, dann tat er es – wenn es sich durchsetzen ließ – eben auch nicht. Den Versuch seiner Familie, ihm eine gründliche Klavierausbildung bei einem der besten Lehrer seiner Zeit mit auf den Weg zu geben, nachdem sie akzeptiert hatte, dass der Spätberufene Komponist werden wollte, lehnte er mit der Begründung ab, er wolle nicht »Musik spielen« sondern »Musik komponieren«. Seine Fähigkeiten am Klavier blieben entsprechend begrenzt; hätte er eine klare Vorstellung gehabt, wie sehr ihn diese Entscheidung später beim Komponieren beeinträchtigten würde, sie wäre wohl anders ausgefallen. Wagners offizielle Ausbildung in Harmonielehre und Komposition, die er in den Jahren 1829 bis 1832 absolvierte, wird man kaum als »Studium« bezeichnen können. Aber begleitet von autodidaktischen Studien, die vor allem im intensiven Abschreiben von Kompositionen, der Anfertigung von Klavierauszügen und der zum Teil heimlichen Anfertigung eigener Kompositionen bestanden, reichten diese drei Jahre aus, ein Fundament für seine weitere Laufbahn zu legen. Im Jahre 1833 drohte Wagner in Sachsen die Einberufung zum Militär, wozu er offenbar keine Neigung verspürte. Daher nahm er nach Abschluss seiner Lehrzeit mit 20 Jahren seine erste Stelle als »Choreinstudierer« am Theater in Würzburg an, wo bereits sein Bruder als Sänger tätig war. Voss erwähnt in seiner schon genannten Biographie, Wagner habe in Würzburg für seinen Bruder Teile einer Opernarie neu komponiert, »wobei er nicht nur den sängerischen Fähigkeiten seines Bruders erfolgreich Rechnung trug, sondern auch seine Fähigkeit, sich einen fremden Stil anzuverwandeln, unter Beweis stellte.« Die Vorstellung, dass da jemand an fremden Werken »herumkomponiert«, erscheint uns aus heutiger Sicht befremdlich. Dass man eine Oper nicht in voller Länge auf die Bühne bringt und deshalb hier und da Streichungen vornimmt; nun gut, solche Eingriffe in das Werk eines Komponisten sind oft unvermeidbar, weil anders eine Aufführung nicht zu bewerkstelligen ist – aber einem Werk etwas »hinzuzusetzen« überschreitet aus unserer Sicht die Grenzen des Zulässigen. In Zeiten, in denen ein Komponist für die Aufführungen seiner Werke keine Tantiemen erhielt, ging man jedoch mit Fragen des »Urheberrechts« eher freihändig um: »Was nicht passend ist, wird passend gemacht!« Heute Werbespruch für eine Baumarktkette, damals Alltag des Musiktheaters! Ein Beispiel für diese Fähigkeit Wagners, dem Werk eines anderen Komponisten Neues mit sicherer Hand hinzuzufügen, werden wir in unserem Jahreskonzert präsentieren: Die Arie »Norma il predisse, o Druidi« für Bass, Männerchor und Orchester, die Wagner 1839 für eine Aufführung der Oper »Norma« von Vincenzo Bellini (1801 – 1835) anfertigte. Die Bemerkung unseres Dirigenten Bernhard Steiner zu diesem Werk während einer der letzten Proben haben es uns bestätigt: Sozusagen ein »echter« Bellini – aus der Hand Wagners. Das kurze Stück ist aber sicher nicht nur Beweis seiner »handwerklichen« Fähigkeiten als Komponist, sondern kann wohl auch als Ausdruck der besonderen Bewunderung Wagners für Bellinis Musik gelesen werden; KMGV Jahreskonzert 2013 25

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