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Der grosse Konflikt - The Great Controversy

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Übereinstimmung mit alledem, was vorangeht und folgt): ich bin gekommen, es in seiner<br />

Vollkommenheit aufzurichten, trotz allen menschlichen Deutungen; Ich bin gekommen, alles, was in<br />

ihm dunkel und undeutlich war, in ein volles und klares Licht zu stellen; Ich bin gekommen, die wahre<br />

und volle Bedeutung eines jeglichen Teiles zu erklären, die Länge und Breite und die ganze Tragweite<br />

eines jeglichen darin enthaltenen Gebotes sowie die Höhe und Tiefe, dessen unbegreifliche Reinheit und<br />

Geistlichkeit in allen seinen Zweigen zu zeigen.“ (Wesleys Werke, 25. Predigt.)<br />

Wesley verkündigte die vollkommene Übereinstimmung zwischen dem Gesetz und dem<br />

Evangelium, wenn er sagte: Es besteht deshalb die denkbar innigste Verbindung zwischen dem<br />

Gesetz und dem Evangelium. Einerseits bahnt das Gesetz beständig den Weg für das Evangelium<br />

und weist uns darauf hin; andererseits führt uns das Evangelium beständig zu einer genaueren<br />

Erfüllung des Gesetzes. Das Gesetz zum Beispiel verlangt von uns, Gott und den Nächsten zu lieben<br />

und sanftmütig, demütig oder heilig zu sein. Wir fühlen, daß wir hierzu nicht tüchtig sind; ja daß dies<br />

dem Menschen unmöglich ist; aber wir sehen eine Verheißung Gottes, uns diese Liebe zu geben und uns<br />

demütig, sanftmütig und heilig zu machen; wir ergreifen dies Evangelium, diese frohe Botschaft; uns<br />

geschieht nach unserm Glauben; und die Gerechtigkeit des Gesetzes wird in uns erfüllt durch den<br />

Glauben an Christum Jesum. ...<br />

„Die größten Feinde des Evangeliums Christi sind die, welche offen und ausdrücklich das Gesetz richten<br />

und übel davon reden, welche die Menschen lehren, das ganze Gesetz, nicht nur eins seiner Gebote, sei<br />

es das geringste oder das größte, sondern sämtliche Gebote zu brechen (aufzuheben, zu lösen, seine<br />

Verbindlichkeit zu beseitigen.) Höchst erstaunlich ist es, daß die, welche sich dieser starken<br />

Täuschung ergeben haben, wirklich glauben, Christus dadurch zu ehren, daß sie sein Gesetz<br />

umstoßen und wähnen, sein Amt zu verherrlichen, während sie seine Lehre vernichten! Ah, sie<br />

ehren ihn gerade wie Judas tat, als er sagte: ’Gegrüßet seist du, Rabbi, und küßte ihn.’ Wohl mag er<br />

ebenso billig zu einem jeglichen von ihnen sagen: ’Verrätst du des Menschen Sohn mit einem Kuß?’<br />

Irgendeinen Teil seines Gesetzes auf leichtfertige Weise beiseite zusetzen unter dem Vorwand, sein<br />

Evangelium zu fördern, ist nichts anderes als ihn mit einem Kuß zu verraten, von seinem Blute zu reden<br />

und seine Krone wegzunehmen. In der Tat kann keiner dieser Anschuldigung entgehen, der den Glauben<br />

in einer Weise verkündigt, die direkt oder indirekt dahin führt, irgendeinen Teil des Gehorsams beiseite<br />

zusetzen - keiner, der Christum also predigt, daß dadurch irgendwie selbst das geringste der Gebote<br />

Gottes ungültig oder geschwächt werde.“ (Ebd.)<br />

Denen, die darauf bestanden, daß „das Predigen des Evangeliums allen Zwecken des Gesetzes<br />

entspreche,“ erwiderte Wesley: „Dies leugnen wir gänzlich. Es kommt schon dem allerersten Endzweck<br />

des Gesetzes nicht nach, nämlich die Menschen von der Sünde zu überführen und die, welche noch<br />

immer am Rande der Hölle schlafen, aufzurütteln. “ <strong>Der</strong> Apostel Paulus erklärt: „Durch das Gesetz<br />

kommt Erkenntnis der Sünde“; „und nicht ehe der Mensch sich der Schuld bewußt ist, wird er wirklich<br />

die Notwendigkeit des versöhnenden Blutes Christi fühlen. ... Wie unser Heiland auch selbst erklärt:<br />

’Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.’ Es ist deshalb töricht, den Gesunden<br />

oder denen, die sich gesund wähnen, einen Arzt aufzudrängen. Sie müssen erst überzeugt sein, daß sie<br />

krank sind, sonst werden sie keine Hilfe verlangen. Ebenso töricht ist es, demjenigen Christum<br />

anzubieten, dessen Herz noch ganz und unzerbrochen ist. “ (Ebd., 35. Predigt.)

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